Joseph Smiths Bar

 

In Nauvoo verkaufte Joseph Smith alkoholische Getränke. Die folgende Verordnung wurde 1843 zu dieser Angelegenheit verabschiedet, als Joseph Smith Bürgermeister von Nauvoo war:

 

„Verordnung zum persönlichen Verkauf von Alkoholika.

Abschnitt 1. Hiermit wird vom Stadtrat von Nauvoo verordnet, dass der BÜRGERMEISTER der Stadt hiermit bevollmächtigt ist, Spirituosen jeder Menge zu verkaufen oder auszugeben, wie er es für die Gesundheit und die Behaglichkeit solcher Reisenden oder anderer Personen, die von Zeit zu Zeit sein Haus besuchen, für richtig erachtet.

Verabschiedet am 12. Dezember 1843

JOSEPH SMITH, BÜRGERMEISTER.

Willard Richards, Registrator.“ (History of the Church, Bd. 6, S. 111)

 

Joseph Smiths eigener Sohn erzählte folgendes:

 

„Um 1842 wurde für uns ein neues und größeres Haus gebaut… Vater fuhr damit fort, einen ausgedehnten Anbau zu bauen, der vom Südflügel nach Osten verlief...

Auf jeden Fall schien es damals geräumig zu sein und ein Schild wurde ausgehängt, das ihm den hochtrabenden Namen „The Nauvoo Mansion“ gab… Mutter sollte als Wirtin eingesetzt werden und unternahm bald eine kurze Reise nach Saint Louis…

Als sie zurückkehrte, fand Mutter in der Lobby des Hotels – das heißt, im Hauptraum, wo die Gäste sich versammeln und wo sie bei der Ankunft in Empfang genommen werden – EINE BAR vor, mit Tresen, Regalen, Flaschen, Gläsern und anderem Zubehör für eine VOLL AUSGESTATTETE TAVERNEN-BAR, und Porter Rockwell war als Barkeeper beauftragt.

Sie war sehr überrascht und beunruhigt über dieses Arrangement, aber sie sagte eine Weile nichts... sie fragte mich, wo Vater wäre. Ich sagte ihr, dass er im Vorderraum wäre... Dann sagte sie mir, dass ich hingehen und ihm sagen sollte, dass sie ihn zu sehen wünschte. Ich gehorchte und kehrte mit ihm zur Halle zurück, wo Mutter auf ihn wartete. 'Joseph,' fragte sie, 'WAS BEDEUTET DIESE BAR IN DIESEM HAUS? … Wie sieht das aus', fragte sie, 'für das geistige Oberhaupt einer religiösen Körperschaft, wenn es ein Hotel unterhält, in dem sich ein Raum befindet, der wie ein ALKOHOL VERKAUFENDES ETABLISSEMENT eingerichtet ist?'

Er erinnerte sie daran, dass alle Tavernen ihre BAR hätten, an der alkoholische Getränke verkauft oder ausgeschenkt werden…

Mutters Erwiderung kam betont deutlich, obwohl sie ganz ruhig ausgesprochen wurde: „Gut, Joseph,… Ich werde meine Kinder nehmen und hinüber zu dem alten Haus gehen und dort bleiben, denn ich will nicht, dass sie unter solchen Umständen aufwachsen, wie diese Arrangements sie uns aufbürden, auch sollen sie sich nicht unter die Art von Menschen mischen, die solch einen Ort aufsuchen. Du hast die Freiheit, deine Wahl zu treffen; ENTWEDER GEHT DIESE BAR AUS DEM HAUS ODER ICH!'

Mein Vater brauchte nicht lange, um eine Wahl zu treffen, denn er erwiderte sofort: 'In Ordnung, Emma, ich werde sie sofort entfernen lassen.' – und er tat es.“ (The Saints' Herald, 22. Januar 1935, Seite 110)

 

Joseph Smith versuchte sogar Trunkenheit mit dem Beispiel Noahs zu rechtfertigen. Folgendes erschien in Joseph Smiths History of the Church:

 

„Sonntag, 7. - Elder William O. Clark predigte ungefähr zwei Stunden lang, tadelte die Heiligen für einen Mangel an Heiligkeit und einen Mangel an heiligem Lebenswandel, wobei er äußerste Heiligkeit, Feierlichkeit und Mäßigkeit anempfahl, und zwar im unbeugsamen, sektiererischen Stil.

Ich tadelte ihn als pharisäerhaft und scheinheilig... Was viele SÜNDE nennen, IST KEINE SÜNDE; ich tue viele Dinge, um Aberglauben nieder zu reißen und ich werde ihn niederreißen; ich verwies auf den FLUCH Hams für das Auslachen Noahs, während er WEINTRUNKEN war, ABER NICHTS UNRECHTES TAT. Noah war ein rechtschaffener Mann und, obwohl er Wein trank und betrunken wurde, verließ der Herr ihn deswegen nicht, denn er erhielt all die Macht seines Priestertums, und als er von Canaan angeklagt wurde, verfluchte er ihn durch das Priestertum, das er trug, und der Herr respektierte sein Wort und das Priestertum, das er trug, obwohl ER BETRUNKEN WAR, und der Fluch verblieb auf der Nachkommenschaft Kanaans bis auf den heutigen Tag.“ (History of the Church, Bd. 4, S. 445-446)

 

Oliver Boardman Huntington erzählte folgendes Ereignis in seinem Tagebuch:

 

„Robert Thompson war ein treuer, rechtschaffener Sekretär für Joseph Smith, dem Propheten, in Nauvoo und war für fast oder annähernd 2 Jahre ständig in seinem Büro gewesen. JOSEPH sagte eines Tages zu Bruder Thompson: 'Robert, ich möchte, dass Sie auf eine Saufparty gehen und SICH BETRINKEN UND EINE MENGE SPASS HABEN, wenn Sie es nicht tun, werden Sie sterben.“

Robert tat es nicht. Er war ein sehr frommes Beispiel von einem Mann und nie einer solchen Ungehörigkeit, wofür es dies hielt, schuldig gewesen. In weniger als 2 Wochen war er tot und beerdigt.“ (Journal of Oliver B. Huntington, maschinengeschriebene Kopie an der Utah State Historical Society, Bd. 2, Seite 166)

 

Juanita Brooks zeigt, dass es sogar im unfertigen Nauvoo-Tempel Trinkerei gab:

 

„...andere investierten immer noch ihre Zeit am Tempel. Am 23. April erzählte Samuel Richards, wie die Zimmermänner ihre Späne auffegten, 'wonach abgestimmt wurde, dass Brd. Angel hinginge und die Treuhänder informiere, dass die Hände bereit wären, das FASS WEIN zu trinken, das für sie reserviert worden war'. Die Anstreicher setzten ihre Arbeit bis zum Abend des 29. April fort, als eine Gruppe Arbeiter und ihre Ehefrauen sich im Dachgeschoss trafen und ' ein Festmahl mit Kuchen, Torten, WEIN, usw. hatten, wo wir uns mit Gebet, Predigen, Krankensegnung, Kindersegnen und Musik und TANZ bis um Mitternacht erfreuten. Die anderen Hände stellten die Anstricharbeiten im unteren Raum fertig'.“ (John D. Lee, S. 86-87)

 

Auf dem Weg nach Utah empfahl Brigham Young den Mormonen, „BIER ALS GETRÄNK HERZUSTELLEN“. (John D. Lee, Seite 116) „Zwei Pfd. TEE, 5 Pfd. KAFFEE“ wurden als Teil der „ERFORDERNIS FÜR JEDE FÜNFKÖPFIGE FAMILIE FÜR DIE REISE ÜBER DIE PRÄRIE“ aufgelistet. (History of the Church, Bd. 7, Seite 454) Am 9. Okt. 1865 erklärte Brigham Young, dass „es in der Tat sehr selten ist, dass ich Tee oder Kaffee probiere...“ (Journal of Discourses, Bd. 11, Seite 140) Wie auch immer es sein mag, 1854 reiste Nunes Carvalho mit Brigham Young und berichete, dass Young regelmäßig Kaffee trank:

 

„Dies war eine eindrucksvolle Reisegruppe... die das Kommando vom führenden Wagen erhielt, in dem Gouv. Brigham Young fuhr. Eine seiner Frauen, eine vollendete und schöne Frau,... machte IHREM EHEMANN KAFFEE und kochte seine Mahlzeiten... Ich... hatte oft meine Füße unter ihrem gemeinschaftlichen Tisch... ein beweglicher Tisch wurde im Wagen eingerichtet. Wildbret, Rindfleisch, KAFFEE, Eier, Obsttorten usw. wurden bei JEDEM Mahl aufgetischt.“ (Among the Mormons, herausgegeben von William Mulder und A. Russell Mortensen, Seite 267)

 

Hosea Stouts Tagebuch gemäß machte Brigham Young folgende Aussage am 27. September 1845:

 

„...Ich bin, und ich beabsichtige es immer zu sein, der Meister über meine Leidenschaften... einige mögen sagen, dass ich der GEWOHNHEIT DES TABAKSCHNUPFENS UND DEM TEE VERFALLEN bin, dennoch bin ich kein Sklave dieser Leidenschaften und kann von diesen ablassen, wenn sie meinen Brüdern anstößig sind...“ (On The Mormon Frontier, The Diary of Hosea Stout, Bd. 1, Seite 75)

 

Am 7. April 1867 gab Brigham Young im Tabernakel zu, dass er VIELE JAHRE LANG TABAK GEKAUT hatte. Seine Ausrede war, dass er ihn gegen Zahnschmerzen benutzte:

 

„...es ist nicht mein Vorrecht, Schnaps zu trinken, ebenso ist es nicht mein Vorrecht, Tabak zu essen. Nun, Brd. Brigham, haben Sie das nicht getan? JA, VIELE JAHRE LANG, aber ich hörte mit dieser GEWOHNHEIT auf. Ich benutzte es gegen Zahnschmerzen; nun bin von diesen Schmerzen frei und mein Mund wird nie mehr mit Tabak beschmutzt.“ (Journal of Discourses, Bd. 12, S. 404)

 

Brigham Youngs Sohn, Brigham Young Jun., versuchte seinen Tabakgebrauch nicht zu entschuldigen, wie sein Vater es tat. Er erklärte:

 

„Ich erinnere mich an einmal, als ich ein Junge war, als Jedediah M. Grant mich Tabak kauen sah, und er sagte: 'Du kaust wirklich Tabak?' 'Ja, Sir.' 'Nun, ich hatte nie Geschmack dafür. Es ist von mir keine Tugend, weil ich es nicht tue. Ich versuchte es oft genug, aber es machte mich krank.' Die Tugend, Brüder, besteht darin, Gewohnheiten abzulegen oder zu überwinden, von denen Sie wissen, dass sie Ihren Fortschritt im Königreich Gottes behindern würden. Es war von Brd. Grant keine Tugend, dass er keinen Tabak kaute; er versuchte es zu erlernen, aber er schaffte es nicht. ICH VERSUCHTE ES UND HATTE ERFOLG.“ (Journal of Discourses, Bd. 15, Seite 141-142)


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